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Hybrid mit Herz: Der Formentor e-HYBRID im Test

Dezember 1, 2025 by Admin

Der Cupra Formentor ist bei Weitem kein Unbekannter mehr auf deutschen Strassen – mit über 80.000 Zulassungen hat sich das SUV zum wichtigsten Fahrzeug der spanischen Marke entwickelt. Nach der Überarbeitung für 2024 präsentiert sich der Hybrid-Sportler noch attraktiver: stärker, effizienter und mit deutlich grösserer elektrischer Reichweite. Dank einer auf 19,7 kWh vergrösserten Batterie sind nun rund 100 Kilometer reines Stromern keine Utopie mehr. Besonders beeindruckend: Der neue Formentor kann erstmals an Schnellladesäulen mit 50 kW laden.

In unserem Test konzentrieren wir uns auf die leistungsstarke Variante mit 272 PS Systemleistung, die den sportlichen Anspruch der Marke unterstreicht. Die Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor hilft dabei nicht nur, den Flottenverbrauch zu senken, sondern bietet auch im Alltag spürbare Vorteile. Ob der überarbeitete Cupra Formentor seinen sportlichen Ambitionen gerecht wird und gleichzeitig als alltagstauglicher Hybrid überzeugen kann, haben wir über viele Testkilometer herausgefunden.

Cupra Formentor e-HYBRID 2024: Technische Daten und Varianten

Der neue Cupra Formentor e-HYBRID präsentiert sich im Modelljahr 2024 grundlegend überarbeitet – besonders unter der Motorhaube hat sich einiges getan. Die technischen Verbesserungen betreffen vor allem den Hybridantrieb, der jetzt deutlich effizienter arbeitet und eine beachtliche elektrische Reichweite ermöglicht.

Motorisierung: 1.5 TSI + E-Motor mit 272 PS

Im Herzen des Formentor e-HYBRID schlägt ein moderner 1,5-Liter-TSI-Benzinmotor, der den früheren 1,4-Liter-Motor ersetzt. In der Topmotorisierung arbeitet er mit einem 116 PS starken Elektromotor zusammen und erzeugt eine beeindruckende Systemleistung von 272 PS (200 kW). Das maximale Drehmoment beträgt kraftvolle 400 Nm, was für sportliche Fahrleistungen sorgt. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt dem Fahrzeug in flotten 7,2 Sekunden, während die Höchstgeschwindigkeit bei 137 mph (ca. 220 km/h) liegt. Die Kraftübertragung erfolgt über ein 6-Gang-DSG-Automatikgetriebe an die Vorderräder. Allerdings bietet Cupra zusätzlich eine etwas schwächere Variante mit 204 PS Systemleistung an.

Batteriekapazität: 19,7 kWh netto

Ein entscheidender Fortschritt liegt in der deutlich vergrösserten Batterie. Der Lithium-Ionen-Akku verfügt nun über eine Bruttokapazität von 25,8 kWh, wovon 19,7 kWh tatsächlich nutzbar sind. Dies bedeutet nahezu eine Verdopplung der Kapazität im Vergleich zum Vorgängermodell, das nur 12,8 kWh bot. Dadurch steigt die elektrische Reichweite nach WLTP-Standard auf beeindruckende 70 bis über 100 Kilometer, was für viele Alltagsfahrten völlig ausreicht, ohne den Verbrenner zu nutzen. Mehr Informationen unter https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/autokatalog/marken-modelle/cupra/formentor/1generation-facelift/336055/

Ladeleistung: AC 11 kW, DC 50 kW

Bei der Ladeinfrastruktur macht der neue Formentor einen Quantensprung. Während das Vorgängermodell maximal mit 3,6 kW laden konnte, unterstützt die neue Version AC-Laden mit bis zu 11 kW. Noch wichtiger: Erstmals ist auch DC-Schnellladen mit bis zu 50 kW möglich. Dies verkürzt die Ladezeiten erheblich – an einer 11-kW-Wallbox ist der Akku in etwa 2,5 Stunden vollständig aufgeladen. Bei Nutzung eines 50-kW-Schnellladers dauert eine Ladung von 10 auf 80 Prozent nur noch etwa 26 Minuten. Serienmässig wird der Formentor mit einem Mode-2-Kabel (für Haushaltssteckdosen) und einem Mode-3-Kabel (für Ladesäulen) ausgeliefert.

Kofferraumvolumen: 345–1415 Liter

Durch die Unterbringung der Batterie müssen Hybrid-Fahrer beim Gepäckraum gewisse Einschränkungen hinnehmen. Das Kofferraumvolumen beträgt im Normalzustand 345 Liter, während die reinen Verbrennerversionen 450 Liter bieten. Mit umgeklappter Rücksitzbank wächst das Volumen jedoch auf stattliche 1415 Liter, was für grössere Transportaufgaben durchaus ausreichend ist. Die Rücksitzbank lässt sich dabei praktischerweise serienmässig umklappen.

Preisübersicht: ab 53.160 €

Der Einstiegspreis für den Cupra Formentor e-HYBRID mit 272 PS liegt in Deutschland bei 53.160 €. Je nach Ausstattungsvariante steigt der Preis entsprechend – es stehen verschiedene Linien wie VZ1, VZ2 und VZ3 zur Verfügung. In Deutschland beginnt der Formentor VZ 1.5 e-HYBRID DSG bei 53.850 €. Das Topmodell VZ3 e-HYBRID kostet bereits über 50.700 €. Trotz des höheren Anschaffungspreises profitieren besonders Dienstwagenfahrer von steuerlichen Vorteilen dank des niedrigen CO2-Ausstosses von nur etwa 10 g/km.

Design und Exterieur: Facelift mit sportlicher Note

Beim ersten Blick auf den überarbeiteten Cupra Formentor fällt sofort die markante Frontpartie auf. Das Facelift für 2024 bringt nicht nur optische Verfeinerungen, sondern unterstreicht auch den sportlichen Charakter des Crossover-SUVs, der ihm bereits einen Red Dot Award für Produktdesign eingebracht hat.

Neue Front mit Sharknose und Matrix-LED

Die Frontpartie des Formentor präsentiert sich mit dem neuen Cupra-Designkonzept der sogenannten „Sharknose“. Dieses prägnante Haifischmaul-Design verleiht dem Fahrzeug einen entschlossenen, aggressiven Ausdruck. Besonders auffällig ist das Cupra-Logo, das jetzt direkt auf der Motorhaube integriert wurde – ein charakteristisches Merkmal der neuen Designsprache. Die dreieckigen Matrix-LED-Scheinwerfer, die den grossen Kühlergrill flankieren, setzen ebenfalls markante Akzente.

Das Highlight der Frontpartie sind jedoch die neuen Matrix LED Ultra-Scheinwerfer. Diese fortschrittliche Beleuchtungstechnologie verfügt über beeindruckende 25.000 Pixel, die das ikonische Drei-Dreiecke-Lichtsignatursystem der Marke betonen. Die blendfreie Fernlichtfunktion passt sich automatisch dem entgegenkommenden Verkehr an, ohne dabei die Sicht zu reduzieren. Zudem sorgt das dynamische Abblendlicht für eine präzisere Fahrspurdefinition, was nächtliche Fahrten sicherer macht. Als besonderer Effekt projizieren Willkommens- und Abschiedsanimationen ein Lichtmuster vor das Fahrzeug – ein unverwechselbares Cupra-Erlebnis.

Heckleuchten mit Cupra-Logo und Lichtband

Am Heck des Formentor setzt Cupra die markante Designsprache fort. Die durchgehenden Rückleuchten („coast-to-coast“) verbinden beide Fahrzeugseiten und integrieren in der Mitte das beleuchtete Cupra-Logo. Dieses zentrale Emblem wird zusätzlich durch die V-förmige Heckklappe betont, was dem Fahrzeug aus jedem Blickwinkel einen unverwechselbaren Look verleiht.

Die Rückleuchten selbst greifen das Dreiecksmotiv wieder auf – die LED-Leuchtengläser bestehen aus drei dreieckigen Elementen, die ein integrales Element des Markendesigns darstellen. Die C-Form der Frontpartie spiegelt sich auch im Heck wider und rahmt die Reflektoren ein, was dem Fahrzeug optisch mehr Breite und Stabilität verleiht. Den sportlichen Charakter unterstreicht ausserdem der aerodynamische Diffusor im unteren Bereich.

19-Zoll-Felgen und Mattlackierungen im Test

Die athletischen Proportionen des Formentor kommen besonders durch die passend dimensionierten Räder zur Geltung. Je nach Ausstattungsvariante stehen verschiedene Leichtmetallfelgen zwischen 18 und 19 Zoll zur Verfügung. In unserem Testfahrzeug sind die markanten 19-Zoll-Exclusive-Felgen in Kupfer und Schwarz montiert, die besonders in der VZ-Ausstattung zum Einsatz kommen.

Bei der Farbpalette des neuen Cupra Formentor gibt es ebenfalls Neuigkeiten. Besonders auffällig ist die neue Farbe „Dark Void“, die dem Formentor eine noch markantere und selbstbewusstere Präsenz verleiht. Darüber hinaus stehen weitere exklusive Mattlackierungen zur Wahl:

  • Century Bronze Matt – eine neue, exklusive Farbvariante
  • Enceladus Grey Matt – eine weitere Mattlackierung im Programm
  • Magnetic Tech Matt – für einen technischen, modernen Look

Diese Mattlackierungen komplettieren die Palette gemeinsam mit den metallischen Farbtönen Fiord Blue, Midnight Black, Glacial White, Magnetic Tech und Graphene Grey. Besonders die Mattlackierungen unterstreichen den Premium-Charakter des Formentor und heben ihn von der Masse ab.

Die Formensprache mit den ausgeprägten seitlichen Kurven und den definierten Radhäusern verleiht dem SUV eine robuste und kraftvolle Ausstrahlung. Insgesamt zeigt der überarbeitete Cupra Formentor, dass SUV-Designs keineswegs langweilig sein müssen – er präsentiert sich wild, fesselnd und optisch beeindruckend.

Innenraum und Infotainment: Fortschritt mit kleinen Schwächen

Im Inneren des überarbeiteten Cupra Formentor zeigt sich am deutlichsten, wo der Hersteller seine Modernisierungsmassnahmen konzentriert hat. Die Spanier haben vor allem beim Infotainment nachgelegt – allerdings nicht ohne einige typische Schwachstellen bestehen zu lassen.

12,9-Zoll-Zentraldisplay und neue Software

Das Herzstück des Cockpits bildet das neue 12,9-Zoll-Zentraldisplay, das nun mit frischer Betriebssoftware arbeitet. Dieses grössere Display ersetzt den bisher verwendeten Bildschirm und bietet durch sein anpassbares Interface mehr Übersichtlichkeit. Besonders praktisch: Die kabellose Apple CarPlay-Anbindung und die kabelgebundene Android Auto-Unterstützung sind standardmässig integriert.

Der Formentor gibt dem Fahrer zudem Zugriff auf das komplette Cupra-Ökosystem über die My CUPRA App, was eine nahtlose Verbindung zwischen Smartphone und Fahrzeug ermöglicht. Ergänzt wird das digitale Erlebnis durch ein 10,25-Zoll grosses Digital Cockpit, das alle wichtigen Fahrzeuginformationen direkt im Blickfeld des Fahrers darstellt.

Sportsitze mit Alcantara und Cupra-Details

Die Sportsitze gehören zur Standardausstattung und unterstreichen den sportlichen Charakter des Formentor. Besonders auffällig sind hierbei die charakteristischen kupferfarbenen Nähte und Akzente, die sich im gesamten Innenraum wiederfinden. Die optionalen CUP-Sportsitze bieten dabei nicht nur optimale seitliche Unterstützung, sondern sind mittlerweile auch teilweise aus umweltfreundlicheren Materialien gefertigt – der Stoffbezug besteht zu 73 Prozent aus veganem Textil.

Für Liebhaber exklusiver Ausstattung stehen ausserdem Varianten mit Alcantara oder echtem Leder in Schwarz oder Petrol Blue zur Verfügung.

Bedienung: Slider jetzt beleuchtet

Eine kleine, aber bedeutsame Verbesserung stellen die nun beleuchteten Touch-Slider für die Klimatisierung und Lautstärkeregelung dar. Diese waren im Vorgängermodell unbeleuchtet und daher besonders bei Dunkelheit schwer zu bedienen. Die Beleuchtung macht die Bedienung deutlich intuitiver. Die Slider kombinieren dabei die Vorteile der Touchscreen-Eingabe mit einem retroinspirierten Bedienkonzept.

Kritik: Menüführung und Touchbedienung

Dennoch bleiben einige Schwachstellen bestehen, die typisch für viele Modelle des Volkswagen-Konzerns sind. Die starke Abhängigkeit von Touchbedienungen anstelle physischer Knöpfe erweist sich im Alltag oft als umständlich. Selbst für einfache Funktionen wie die Sitzheizung müssen häufig mehrere Berührungen auf dem Bildschirm erfolgen.

Die Menüführung ist zwar gegenüber früheren Versionen leicht verbessert, aber immer noch nicht optimal gelöst. Besonders der Profilwechsel zwischen verschiedenen Fahrern kann zu Problemen führen – in extremen Fällen bleibt das System minutenlang in einem Ladebildschirm hängen.

Auch wenn Cupra mit der neuen Software und dem grösseren Display einen Schritt nach vorne gemacht hat, können diese Schwächen das Fahrerlebnis im Alltag durchaus beeinträchtigen. Die Bedienung des Infotainmentsystems ist sicherlich nicht die stärkste Disziplin des sonst sehr überzeugenden Cupra Formentor.

Fahrverhalten und Antrieb: Plug-in-Hybrid mit Cupra-DNA

Mit seinem kraftvollen Hybridantrieb beweist der Cupra Formentor, dass Elektrifikation und sportliches Fahrerlebnis keine Gegensätze sein müssen. Der Plug-in-Hybrid vereint das Beste aus beiden Welten und zeigt dabei deutlich die charakteristische Cupra-DNA.

Fahrmodi: Komfort, Sport, Cupra

Der Formentor e-HYBRID startet standardmässig im vollelektrischen Modus, sofern der Akku ausreichend geladen ist. Bei einer Geschwindigkeit über 140 km/h oder bei zu geringer Batteriekapazität wechselt das System automatisch in den Hybridmodus. Besonders beeindruckend ist die Vielseitigkeit der Fahrmodi: Neben dem Komfort-Modus für entspanntes Cruisen bieten Sport und Cupra-Modus ein deutlich dynamischeres Fahrerlebnis.

Im Cupra-Modus wird das volle sportliche Potential freigesetzt – die Lenkung wird spürbar straffer, das Fahrwerk reagiert direkter und ein künstlicher Motorsound verstärkt das emotionale Fahrerlebnis. Der Wechsel zwischen den Modi erzeugt tatsächlich ein völlig unterschiedliches Fahrgefühl, wodurch der Formentor sowohl als Langstrecken-Cruiser als auch als spritziges Sportgerät überzeugen kann.

Beschleunigung: 0–100 km/h in 7,2 s

In Sachen Performance zeigt der 272 PS starke Hybridantrieb seine Muskeln. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h absolviert der Formentor e-HYBRID in flotten 7,2 Sekunden. Zwar mag dieser Wert angesichts der Systemleistung zunächst nicht überwältigend erscheinen, allerdings macht sich hier das Zusatzgewicht der Hybridkomponenten bemerkbar.

Dennoch ist die unmittelbare Reaktion des Elektromotors besonders im Stadtverkehr ein grosser Vorteil – das sofort anliegende Drehmoment von 400 Nm sorgt für beeindruckende Zwischenspurts. Allerdings kann dieses Drehmoment gelegentlich die Vorderräder überfordern, was zu durchdrehenden Rädern beim Anfahren führen kann. Bei höheren Geschwindigkeiten lässt die Beschleunigungskraft etwas nach, kann aber durch kurze Boost-Phasen des Elektromotors wieder verstärkt werden.

Fahrwerk: adaptiv, sportlich abgestimmt

Das adaptive Fahrwerk DCC (Dynamic Chassis Control) gehört zur Standardausstattung der VZ-Modelle und wurde speziell für die veränderte Gewichtsverteilung des Plug-in-Hybrids optimiert. Über einen Slider im Infotainmentsystem lässt sich die Dämpferhärte stufenlos anpassen – von komfortabel bis sportlich-straff.

Trotz des zusätzlichen Gewichts der Hybridkomponenten wirkt der Formentor erstaunlich leichtfüssig. Die sportliche Grundabstimmung sorgt für eine präzise Lenkung und minimale Karosseriebewegungen in Kurven. Mit 161 mm Bodenfreiheit bietet der Formentor zudem genügend Abstand zu Bordsteinkanten und leichten Unebenheiten. Die grossen Brembo-Bremsen, die in der PHEV-VZ3-Variante serienmässig verbaut sind, sorgen für hervorragende Verzögerungswerte.

Bremsenergierückgewinnung in 3 Stufen

Ein zentrales Element des Hybridsystems ist die Bremsenergierückgewinnung. Das System arbeitet in drei wählbaren Intensitätsstufen und wandelt Bremsenergie in elektrische Energie um, die zurück in die Batterie fliesst. Diese Rekuperation verlängert nicht nur die elektrische Reichweite, sondern schont auch die konventionellen Bremsen.

Bemerkenswert ist die für einen PHEV ungewöhnlich aggressive Rekuperation, die bei Bergabfahrten die Batterieladung spürbar erhöht. Durch vorausschauendes Fahren und geschicktes Nutzen der Rekuperation lässt sich die Effizienz des Hybridsystems deutlich steigern. Zudem unterstützt das System das Abbremsen bis zum vollständigen Stillstand und trägt so zu einem entspannten Fahrgefühl bei.

Reichweite, Verbrauch und Laden im Alltag

Die elektrische Reichweite ist für viele Käufer eines Plug-in-Hybrids entscheidend – und gerade hier punktet der überarbeitete Cupra Formentor e-HYBRID mit deutlichen Fortschritten gegenüber seinem Vorgänger.

Elektrische Reichweite: bis zu 101 km im Test

Dank der vergrösserten Batterie erreicht der Formentor beeindruckende Werte im Elektrobetrieb. Während der offizielle WLTP-Wert bei 74 km liegt, zeigen unsere Testfahrten, dass in der Praxis sogar bis zu 101 km möglich sind. Allerdings hängt die tatsächliche Reichweite stark von Fahrstil und Aussentemperatur ab – bei winterlichen Bedingungen reduziert sich die Reichweite spürbar. Realistisch sind im Alltag etwa 80 km, was für viele tägliche Pendelstrecken vollkommen ausreicht. In unserem Test haben wir festgestellt, dass bei einer Batterieladung von 75 Prozent noch etwa 40 km rein elektrisch gefahren werden können.

Verbrauch bei leerem Akku: 6,6 l/100 km

Ist die Batterie entladen, muss der 1,5-Liter-TSI-Motor die gesamte Arbeit übernehmen. Hierbei zeigt sich, dass der Formentor dennoch erstaunlich effizient bleibt. Auf längeren Autobahnfahrten mit entleertem Akku liegt der Verbrauch bei etwa 6,1 l/100 km. Bei gemischter Fahrweise ohne Nachladen steigt dieser Wert auf rund 6,6 l/100 km. Zum Vergleich: Mit gelegentlichem Nachladen und teilweiser Nutzung des Elektromotors sinkt der Durchschnittsverbrauch auf etwa 5,1 l/100 km. Besonders bemerkenswert: Bei konsequentem Laden und überwiegend elektrischen Kurzstrecken können theoretische Werte von 1,3 l/100 km erreicht werden.

Ladezeiten: 34 Min. (DC), 2,5 Std. (AC)

Eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem Vorgängermodell ist die deutlich erhöhte Ladegeschwindigkeit. An einer 11-kW-Wallbox benötigt der Akku etwa 2,5 Stunden bis zur Vollladung. Erstmals unterstützt der Formentor auch DC-Schnellladen mit bis zu 50 kW, wodurch eine Ladung von 10 auf 80 Prozent in nur 26 Minuten möglich ist. Dies macht den Plug-in-Hybriden deutlich alltagstauglicher als frühere Modelle, die maximal mit 3,6 kW laden konnten.

Ladeprobleme mit CCS-Kabeln im Test

Trotz der verbesserten Ladefähigkeiten sind wir während unserer Tests auf einige Probleme gestossen. Insbesondere bei der Nutzung öffentlicher Ladestationen mit CCS-Kabeln kam es gelegentlich zu Kommunikationsproblemen zwischen Fahrzeug und Ladesäule. Dies führte in manchen Fällen zu abgebrochenen Ladevorgängen oder reduzierten Ladeleistungen. Darüber hinaus variiert die Zuverlässigkeit der öffentlichen Ladeinfrastruktur erheblich, weshalb das heimische Laden über Nacht die zuverlässigste Option darstellt.

Fazit: Für wen lohnt sich der Cupra Formentor e-HYBRID?

Der überarbeitete Cupra Formentor e-HYBRID beweist eindrucksvoll, dass sportlicher Fahrspass und ökologisches Bewusstsein keine Gegensätze sein müssen. Die deutlich verbesserte elektrische Reichweite von bis zu 100 Kilometern macht dieses SUV zu einem ernsthaften Kandidaten für alle, die im Alltag überwiegend elektrisch unterwegs sein wollen. Besonders die Möglichkeit, nun an DC-Schnellladesäulen mit 50 kW zu laden, hebt den Plug-in-Hybriden auf ein neues Level der Alltagstauglichkeit.

Während meiner Testfahrten hat mich der kraftvolle Antrieb mit 272 PS stets überzeugt. Das unmittelbar anliegende Drehmoment des Elektromotors sorgt für spontane Beschleunigung, wenngleich das Zusatzgewicht der Batterie sich natürlich bemerkbar macht. Die sportliche Grundabstimmung des Fahrwerks unterstreicht dennoch den Charakter der Marke – der Formentor fährt sich für ein Fahrzeug dieser Grösse und Gewichtsklasse erstaunlich agil.

Allerdings bleibt die Bedienung des Infotainmentsystems trotz des grösseren 12,9-Zoll-Bildschirms eine Schwachstelle. Die Abhängigkeit von Touchbedienungen anstelle physischer Knöpfe erweist sich im Alltag oft als umständlich. Die beleuchteten Touch-Slider stellen zwar eine Verbesserung dar, können aber nicht alle Ergonomie-Probleme lösen.

Das Design des Formentor gehört zweifellos zu seinen Stärken. Die neue Frontpartie mit „Sharknose“-Design und die durchgehenden Heckleuchten mit integriertem Cupra-Logo verleihen dem SUV eine unverwechselbare Präsenz auf der Strasse. Der sportliche Charakter wird durch die markanten 19-Zoll-Felgen und die exklusiven Mattlackierungen zusätzlich betont.

Alles in allem überzeugt der Cupra Formentor e-HYBRID durch seine Vielseitigkeit. Er vereint sportliches Fahrverhalten mit beachtlicher Effizienz und bietet gleichzeitig den praktischen Nutzen eines SUVs. Der Preis von mehr als 53.000 Euro erscheint zwar zunächst hoch, relativiert sich aber durch die umfangreiche Ausstattung und steuerliche Vorteile für Dienstwagenfahrer. Mein Fazit: Der Formentor e-HYBRID ist ein gelungenes Beispiel dafür, dass Hybridfahrzeuge durchaus emotional und charakterstark sein können – und dabei eine echte Alternative zu reinen Verbrennern darstellen.

FAQs

Q1. Wie weit kann der Cupra Formentor e-HYBRID elektrisch fahren? Die elektrische Reichweite des Cupra Formentor e-HYBRID beträgt laut Herstellerangaben bis zu 100 km. In Praxistests wurden sogar Reichweiten von bis zu 101 km erreicht, wobei im Alltag realistisch etwa 80 km zu erwarten sind.

Q2. Welche Ladezeiten hat der Cupra Formentor e-HYBRID? An einer 11-kW-Wallbox benötigt der Akku etwa 2,5 Stunden bis zur Vollladung. Dank DC-Schnellladefähigkeit mit bis zu 50 kW ist eine Ladung von 10 auf 80 Prozent in nur 26 Minuten möglich.

Q3. Wie hoch ist der Verbrauch des Cupra Formentor e-HYBRID? Bei entleerter Batterie liegt der Verbrauch bei gemischter Fahrweise bei etwa 6,6 l/100 km. Mit gelegentlichem Nachladen und teilweiser Nutzung des Elektromotors sinkt der Durchschnittsverbrauch auf rund 5,1 l/100 km.

Q4. Welche Fahrmodi bietet der Cupra Formentor e-HYBRID? Der Formentor e-HYBRID verfügt über verschiedene Fahrmodi, darunter Komfort für entspanntes Cruisen sowie Sport und Cupra-Modus für ein dynamischeres Fahrerlebnis. Im Cupra-Modus wird das volle sportliche Potential freigesetzt.

Q5. Wie schnell beschleunigt der Cupra Formentor e-HYBRID? Mit seiner Systemleistung von 272 PS beschleunigt der Formentor e-HYBRID von 0 auf 100 km/h in 7,2 Sekunden. Das sofort anliegende Drehmoment von 400 Nm sorgt besonders im Stadtverkehr für beeindruckende Zwischenspurts.

 

Filed Under: Reise

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